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Grancho stinkts

Der grosse weisse Wallach grast friedlich im hohen Klee. Es sucht sich die besten Halme aus und geht dann ein paar Schritte weiter, um wieder die besten Halme zu finden. Es sei eben ein Feinschmecker, sagt die feste Besitzerin, er fresse nur ganz gutes frisches Heu, kein Stroh und nur schön reife Äpfel. 
Leider sei er nervös, sobald sie ihn satteln wolle, hasse das Angurten und wenn sie aufsitze und bocke immer wieder. Auch mit anderen Pferden sei er dominant, wolle immer der erste sein überall und könne unmöglich alleine ausgeritten werden. Da drehe er fast durch.

Neben den Allgemeinheiten die ich den Pferdebesitzern immer mitgebe, wie das Flucht und Herdenverhalten der Vierbeiner, das Fressverhalten- nie darf vergessen werden, dass der Pferdedarm dafür konzipiert ist, fast immer etwas aufgefüllt zu werden mit grossfaserigen Gräsern oder Heu-, und die Kommunikationsweise dieser so duldsamen und doch ergebenen Kumpanen, gehe ich hier auf den Punkt. Und der Punkt ist der Sattel. Es ist unvorstellbar wieviele Pferde unter Schmerzen leiden, sobald der verfluchte (von den Pferden) Sattel auf den empfindlichen Rücken des Spitzensportlers niedergelegt wird.
Und wieder einmal kommen wir zum Punkt, dass eine genaue Darstellung der Druckstellen nötig ist um mehr herauszufinden. Grancho muss ins Tierspital. Dort wird dank Druckmessung festgestellt, wo es schmerzt und wo der Sattel falsch aufliegt.

Und wir haben Glück, der Sattel wird gewechselt und siehe da, Grancho bewegt nicht einmal mehr den Kopf um nach hinten zu kneifen. Nur das Angurten fällt ihm nach wie vor schwer, doch die Besitzerin ist zuversichtlich, vielleicht braucht er etwas mehr Zeit.
Mit den anderen Artgenossen hat sich wenig geändert, Grancho ist einfach ein Herdenführer und lässt sich wenig gefallen. Das stört jetzt wo wirs wissen auch keinen mehr.

 

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